Sieger
Mitglieder: Johannes Dill
Schule: Jugend-Öko-Haus Dresden
Natur aus zweiter Hand - Der Steinbruch als Lebensraum für einheimische Reptilien - ein Beispiel aus dem Lockwitzgrund bei Dresden
In dieser Arbeit untersuchte ich die Population der Zauneidechse (Lacerta agilis) in einem Steinbruch. Dieser befindet sich im Südosten von Dresden. Die Eidechsen wurden individuell identifiziert, um die Anzahl der dort lebenden Tiere sowie die Altersstruktur und Geschlechterverhältnisse innerhalb der Population zu untersuchen. Die Identifikation ermöglichte außerdem die Untersuchung von Wanderbewegungen innerhalb des Jahres 2007.
Da viele Reptilien im Jahresverlauf unterschiedliche Teilhabitate
benötigen, liegt hierin ein wichtiger Punkt für die Naturschutzarbeit. Ein weiterer Feldforschungsaspekt waren Temperaturmessungen im Biotop, um
Aussagen über die mikroklimatische Situation des Lebensraums treffen zu
können. Neben der Zauneidechse konnten auch einige Blindschleichen
(Anguis fragilis) sowie Glattnattern (Coronella austriaca) im Steinbruch beobachtet werden. Innerhalb der vorangegangenen Jahre 2005 und 2006 wurde bei weniger häufigen und unregelmäßigeren Beobachtungen ein starker Bewuchs der großen Heidekrautfläche (Calluna vulgaris) mit jungen Zitterpappeln (Populus tremula) festgestellt. Daher organisierte ich eine Naturschutzmaßnahme, die den Biotop für die Reptilien aufwerten sollte.
Diese Maßnahme wurde am 12.04.2007 durchgeführt. Aus den gewonnen
Erkenntnissen sind weitere Naturschutzmaßnahmen abzuleiten, um diese Reptilienarten auch auf lange Sicht zu schützen.
