Ein Kurzporträt

Vincent Stimper- Bundessieger Physik 2014

Vincent Stimper

Ende Mai 2014 errang der Chemitzer Vincent Stimper vom Karl-Schmitt-Rottluff-Gymnasium beim Bundeswettbewerb Jugend forscht in Künzelsau den Bundessieg im Fachgebiet Physik. Neben diesem beeindruckenden wissenschaftlichen Erfolg, erhielt Vincent einen weiteren wertvollen Sonderpreis, die Teilnahme an der Nobelpreisverleihung am 10. Dezemper 2014 in Stockholm. Die Internetseite von Jugend forscht aus Hamburg hat den Chemnitzer porträtiert. Hier ein Auszug:

 

 

Zwischen Harmonie und Chaos

Die große Leidenschaft von Vincent Stimper sind die Fächer Mathematik und Physik. Was ihn daran so fasziniert? Komplexe scheinbar unlösbare Fragestellungen und die Herausforderung, Stück für Stück an neuen Erkenntnissen zu arbeiten. "Wenn man dann die Lösung hat, fühlt man sich wie der King der Welt", so der Jungforscher. Insofern verwundert es nicht, dass er für seine zweite Jugend forscht Teilnahme ein komplexes theoretisches Problem erforscht. In seinem Projekt "Zwischen Harmonie und Chaos – ein verallgemeinertes Modell des Doppelpendels" untersucht er sogenannte chaotische Prozesse. Dabei handelt es sich um Systeme, deren künftige Entwicklung unvorhersehbar erscheint. Ein ebensolches System ist das Doppelpendel: Stößt man es an schwingt es erst gleichmäßig hin und her, um bald darauf chaotisch herumzutanzen. Der Jungforscher untersucht die Bewegungen des Doppelpendels und findet beispielsweise heraus, dass einige Schwingungen des Pendels bereits chaotisch sind, obwohl sie regelmäßig erscheinen. In der 49. Wettbewerbsrunde von Jugend forscht tritt Vincent Stimper mit diesem Projekt im Fachgebiet Physik an, wird erneut sächsischer Landessieger und kann sich so für den Bundeswettbewerb qualifizieren.

Preisträger mit Herz

Das Jugend forscht Finale Ende Mai 2014 in Künzelsau hält für den 18-Jährigen viele Überraschungen bereit. Höhepunkt des viertägigen Wettbewerbs sind die Preisverleihungen am Samstagabend und Sonntagvormittag. Am Samstag findet die Sonderpreisverleihung in festlicher Atmosphäre, mit einem mehrgängigen Dinner und vielen Gästen statt. Der Jungforscher denkt in diesem Moment an seine Wettbewerbserfahrung aus dem vorangegangenen Jahr und wie er vergeblich auf einen Preis hoffte. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Vincent Stimper gewinnt die begehrte Reise zur Nobelpreisverleihung in Stockholm. In seiner Dankesrede motiviert er die anwesenden Jungforscher, die diesmal ohne Auszeichnung geblieben sind, mit ergreifenden Worten nicht aufzugeben und weiter zu forschen. Er selbst sei ein gutes Beispiel, dass es sich lohnt. Für seine aufmunternden Worte bekommt er im Anschluss viel Zuspruch von seinen Mitstreitern. "Die große Anerkennung hat mich fast mehr geehrt als die Auszeichnung selber", sagt der Preisträger.

Sieger in der "Königsklasse"

Zum Zeitpunkt der Sonderpreisverleihung kann Vincent Stimper noch nicht wissen, dass am nächsten Tag ein noch viel größerer Erfolg auf ihn wartet. Die Siegerehrung am Sonntag beginnt mit dem traditionellen Einmarsch der Jungforscher. Nachdem alle auf ihren Plätzen sitzen, beginnt für den talentierten Physiker wieder das Hoffen und Bangen. Dann der große Moment: Vincent Stimper gewinnt den Bundessieg im Fachgebiet Physik! Klaus von Klitzing, Nobelpreisträger für Physik des Jahres 1985, hält die Laudatio und beglückwünscht ihn auf der Bühne. Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft sitzen in der ersten Reihe und beklatschen begeistert die herausragende Leistung. "Ich fühlte mich sehr geehrt und demütig, dass meine Arbeit in dieser Form honoriert wurde", so der Jungforscher.

Vollständiger Text unter: auf www.jugend-forscht.de